Rapperswil-Jona Lakers: 21 Jahre Unterhaltung auf Nati A-Niveau

Lakers - 21 Unterhaltung in der Nati A von Roland Hartmann
Eishockey, das ist auch Unterhaltung für die jüngsten Matchbesucher

Wäre die Stadt Rapperswil-Jona in der Schweiz so bekannt ohne die sportlichen Erfolge der Lakers bzw. vormals des SCRJ? Zum ersten Mal in der sportlichen Geschichte mussten die Lakers um den Abstieg in die zweite Liga kämpfen – und das nach 21 Jahren in der Nati A.

Eishockey in Rapperswil-Jona. Das ist Nostalgie, Tradition, Gänsehaut. Das Gründungsjahr des Schlittschuh Clubs Rapperswil am Obersee war 1945. Bereits in den Anfangszeiten besuchten bis zu 1’000 Besucher die Spiele des SCR. 1961 entstand dank Walter Denzler dann die erste Kunsteisbahn – und damit wurde das Eishockey-Zeitalter endgültig eingeläutet.

Lakers 21 Jahre in der Nati A, Roland Hartmann
Jubelndes Langnau, hängende Köpfe bei den Lakers

In der Saison 1964/1965 kämpfte sich der Club dann vor regelmässig 2’500 Zuschauern in die Nationalliga B. Leider kam der bisher einzige Abstieg bereits zwei Jahre später. Erst in der Saison 1976/77, im Jahr als die Spieler zu Halbprofis wurden, schaffte es der Club (der sich in der Zwischenzeit als SCRJ auch zur Nachbargemeinde Jona bekannte), den Wiederaufstieg in die zweithöchste Liga. Und dies ausschliesslich mit Spielern aus der eigenen Nachwuchsschmiede.

In der Nati B wehte ein rauher Wind. Nach einigen Jahren etablierte sich der Club aber im Mittelfeld der NLB. Es wurde immer noch unter freiem Himmel gespielt und damit drohte der Entzug der Lizenz. 1984 wurde kurzerhand eine Kuststoff-Traglufthalle gekauft, um damit das Eisfeld zu überdachen. Auch wenn diese Halle mehr als einmal (von gegnerischen Fans?) böswillig «aufgeschlitzt» wurde, war so der Spielbetrieb und die Zukunft gesichert.

Nur drei Jahre Später in der Saison 1987/88 wurde die erste Eishalle Lido gebaut und das neue Stadion fasste 4’000 Zuschauer. Es wurde zur Kultstätte.

Im 50. Jahr der Clubgeschichte feierte der Club im Winter 1993/94 unter dem finnischen Trainer Pekka Rautakallio dann endlich den Aufstieg in die höchste Liga. Bereits in den ersten sechs Jahren gab es vier Teilnahmen im Playoff-Viertelfinale, und nur zweimal ging es in den Abstiegskampf. Der bisher grösste Erfolg war 1995/96 mit einem 3. Schlussrang.

Die Vereinsführung führte 2005/06 dann die neue Marke «Rapperswil-Jona Lakers» ein – eine weitere Professionalisierung des Sports. Die Eisblauen fanden schweizweit grosse Beachtung. In den letzten Jahren musste sich der Club leider jedes Jahr in den Playouts bestätigen – doch konnte der effektive Kampf gegen den Nati-B-Meister bisher umgangen werden und es musste erst in dieses Jahr um den Verblieb in der höchsten Liga gespielt werden.

Und nun kämpfte man gegen die Tiger aus Langnau, die Mannschaft, die sich erst 2013 aus der höchsten Spielliga verabschieden musste und die nun mit viel Biss wieder in die höchste Liga drängt.

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an die Rapperswil-Jona Lakers, für die vielen unterhaltsamen, spannenden und sportlichen Stunden! Beim Sport gibt es immer Gewinner und Verlieren – doch es geht auch immer weiter und viele Fans bleiben auch in der nächsten Saison den Lakers treu!

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Roland Hardy Hartmann. Er ist seit ende der 80er-Jahre aktiv in der Kommunikationsbranche. Er arbeitet in den verschiedensten Bereichen des Marketings und der Werbung und berät Kunden auch im Bereich Internt, Social-Media, Datenbanken, SEO-Optimierungen und APP-Entwicklungen.

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