Kuba: Kommunismus, Rum, Zigarren und Salsa

Kuba - Havanna - Roland Hartmann
Havanna und das bekannteste Wahrzeichen: Das Capitol

Kuba ist ein Land, das dank seiner Lage und Bodenschätzen eigentlich alles hat, was es für eine erfolgreiche Wirtschaft benötigt. Wer das Land bereist entdeckt die Vor- aber auch Nachteile des Kommunismus. Sich vor Ort intensiv mit Kuba auseinandersetzten, bedeutet ein reiches Kontrastprogramm. Es ist eine Mischung zwischen Paradies und Entwicklungsland.
Bereits seit einigen Jahren hat sich Kuba nicht nur für den Tourismus geöffnet. Wer schöne Badeferien und Erholung geniessen will, wählt meistens Varadero – doch wer Kuba wirklich entdecken will, der sollte eine Tour durchs Land buchen oder gleich auf eigene Faust los – auch wenn es da einige Hürden zu bewältigen gibt. Kuba wirkt immer noch so, als ob es in den 1960er-Jahren stehen geblieben ist. Autos und Gebäude erinnern an die längst vergangene Blütezeit des Landes.

Roland Hartmann - Kuba - Havanna - Oldtimerfahrt
Wer eine Oldtimerfahrt bucht, muss auch mit Pannen rechnen

Leider ist es aber schlicht immer noch nicht erwünscht, dass Einheimische mit Touristen intensiveren Kontakt haben. Überall gibt es Spitzel und Polizei, die es mit schlichter Präsenz zu verstehen wissen, einzuschüchtern. Auch gibt es nach wie vor zwei Währungen – obwohl viele Reiseleiter einem zu erklären versuchen der «Peso Convertible» für Touristen sei das gleiche wie die Landeswährung, der viel weniger Wert ist. Seit Januar 2015 druckt Kuba jedoch neue Geldscheine und das ist ein wieder weiterer Schritt zu einer Einheitswährung. Der Druck der Bevölkerung gegen die Regierung für mehr Wohlstand seit der Öffnung des Landes steigt stetig an.

Kuba - Kommunismus - Roland Hartmann
Der Kommunismus ist auch dank vielen Plakaten überall präsent

Bei allen Kontakten mit der Bevölkerung fällt eines auf: Die ausgestrahlte Lebensfreude bleibt unerreicht. Überall wird gesungen, getanzt das Leben genossen – egal in welcher Situation sich jemand gerade befindet. Es ist also auch kein Wunder, dass die Musik – der leidenschaftliche Salsa allgegenwärtig ist. Es gibt wenige Gedanken an eine ferne Zukunft. Nur das Jetzt und Heute ist wichtig.

Auch wenn Kuba für Rum und Zigarren berühmt ist. Die arbeitende Bevölkerung profitiert von diesen Exportschlagern nur wenig. Wer einmal eine für den Tourismus geöffnete Zigarrenfabrik besichtigt hat, will gar nicht wissen, wie die Arbeitsbedingungen in Wirklichkeit aussehen. Zehn Tagen lang arbeiten die Leute (meistens Frauen) an einer Art Schulpult auf der Fläche von knapp einem Quadratmeter und drehen Zigarre um Zigarre. So sind sie in einem Raum rund 15 x 10 Arbeitsplätze zusammengepfercht und der ganze Tag wird allen die Zeitung vorgelesen. Wer die Quote an Zigarren erreicht, wird belohnt. Wenn zu viele Personen die Quote erreichen, wird diese erhöht (nicht aber die Entschädigung). Also spielt die Gruppendynamik und es wird einfach abgewechselt wer den Bonus erhält…

Kuba - Roland Hartmann
Wo Touristen sind, sind auch die Strassen herausgeputzt

Das vielseitige Land hat zahlreiche wunderschöne und sehenswerte Orte, die es zu entdecken gilt. Neben den Grossstädten Havanna «La Habana» oder «Santiago di Cuba» lohnen sich auch ein Besuch der eher kleineren Ortschaften wie zum Beispiel «Trinidad» (im Süden am Meer mit seinem «Parque Guanayara»), oder auch beispielsweise «Camagüey» im Landesinneren.

 

 

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Roland Hartmann. Er ist seit Ende der 80er-Jahre aktiv in der Kommunikationsbranche. Er arbeitet in den verschiedensten Bereichen des Marketings und der Werbung und berät Kunden auch im Bereich Internt, Social-Media, Datenbanken, SEO-Optimierungen und APP-Entwicklungen.